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Die Gärten der Renaissance und des Barock
sowie die Gärten und Parks des 18. und 19. Jahrhunderts im englischen
Landschaftsstil waren jeweils auf ihre Art Ideal- oder Wunschbilder von
einem irdischen Paradies. In ihren Anlagen spiegeln sich das Weltbild und
das Selbstverständnis der Menschen aus den verschiedenen Epochen. So
symbolisiert etwa die zentrale Positionierung des Schlosses im streng
gegliederten Barockgarten die Bedeutung des Monarchen in der
absolutistischen Gesellschaft, während die natürliche Gestaltung des
Landschaftsgartens Ausdruck eines aufgeklärten Gedankengutes ist. Die
Unterdrückung von Mensch und Natur wird nicht länger akzeptiert, die
malerischen Gartenbilder sollen stattdessen Assoziationen mit der Antike
wecken und so zu einer Bildung des mündigen Betrachters beitragen.
Anhand einer Auswahl exemplarischer Beispiele solcher Gartenparadiese –
in Italien und Frankreich, in den Niederlanden, in England und im
deutschsprachigen Raum – gibt dieses Buch einen herrlichen Einblick in
die verborgenen Bedeutungen dieser in ihrer Schönheit geradezu
berauschenden lebendigen Kunstwerke.
Mit ausgezeichneten neuen Fotografien aus einer Hand sowie ergänzendem
historischem Material zeichnet dieser Band ein wunderbares Bild der
authentischen Gartenkunst der verschiedenen Epochen nach und vermittelt
das Erlebnis der Gartenschöpfung. Dieses Buch empfiehlt sich daher
gleichermaßen zur genussreichen Vorbereitung wie zur vertiefenden
Nachlese einer Reise zu den großartigsten Gartendenkmälern Europas.
(Pressetext: DuMont Verlag) |
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